Die Geschichte der Ostrog-Region

Die Ostrog-Region Montenegros hat eine vielschichtige Geschichte, die vorchristliche Siedlungen, mittelalterliche Befestigungen und osmanische Transformationen umfasst und im berühmten Kloster gipfelt, das heute ihre kulturelle Identität prägt.


Frühe Besiedlung und vorchristliche Grundlagen

Das Gebiet von Ostrog wurde viele Jahre vor der Ausbreitung des Christentums in der Region besiedelt. In der Nähe des Zeta-Flusses durchzogen Pfade die Landschaft in alle Richtungen, um verstreute Dörfer Montenegros zu verbinden. Heute sind Überreste dieser Pfade aus römischer Zeit im Gebiet Povija noch sichtbar, die zu einer kleinen Festung namens Viris führen. Der milde, fruchtbare Zeta-Fluss trug zur schnellen Besiedlung des Tals in den frühen Tagen Montenegros bei. Im frühen Mittelalter grenzte die Ostrog-Region an den herzegowinischen Staat Zahumlje. Andere Befestigungen wie Budos (erbaut vom herzegowinischen Staat) sowie Susjed und natürlich Ostrog befinden sich ebenfalls in diesem Gebiet.

Mittelalterliche Befestigungen und osmanische Transformationen

Das genaue Datum, wann die Befestigung von Ostrog erbaut wurde oder die heute dort befindliche Stadt Ostrog, ist nicht bekannt. Mitte des 15. Jahrhunderts wird in Schriften von 1441 dokumentiert, dass Ostrog eine Grenzstadt des Herzogs Stephan Vukcic Kosace war, eines lokalen Führers und Grundbesitzers. Aufgrund ihrer Grenzlage sowie territorialer Konflikte zwischen den Staaten in diesem Gebiet war die Stadt stets im Zentrum der Ereignisse. Der genaue Standort der ursprünglichen Befestigung von Ostrog wird in einer nahegelegenen Ruine namens Gradac vermutet, nicht weit von Perucice entfernt. Es wird angenommen, dass die Stadt nach der Ankunft der Türken im späten 15. Jahrhundert verwüstet und in Ruinen fiel, weshalb der genaue Standort von Kastrum (der ursprüngliche Name der Stadt) unbekannt ist. Der Bau des Klosters Ostrog brachte diesen wichtigen Ort im kulturellen Erbe Montenegros wieder auf die Karte – jedoch nicht mehr als strategische Militärposition, sondern als Ort der Hoffnung und des Glaubens.

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