Kloster Praskvica
Das Kloster Praskvica ist eine historische serbisch-orthodoxe Stätte in der Nähe von Sveti Stefan, gegründet um 1050 und benannt nach einer pfirsichduftenden Quelle. Es umfasst Kirchen aus dem 15. und 17. Jahrhundert, Fresken und wertvolle Relikte und bietet einen Einblick in das reiche kulturelle und religiöse Erbe Montenegros.
Geschichte und Ursprünge des Klosters Praskvica
Das Kloster Praskvica befindet sich auf einem Hügel oberhalb von Miločer, nicht weit vom bekannten Sveti Stefan (St. Stefan). Der Überlieferung nach wurde es 1050 gegründet, obwohl die ersten zuverlässigen Daten aus dem Jahr 1307 stammen, als der serbische König Milutin Kotor besuchte. Dieses Kloster erhielt seinen Namen von einer nahegelegenen Quelle, deren Wasser nach Pfirsichen riecht, was die Einheimischen „praske“ nennen. Die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen, die das Kloster Praskvica erwähnen, stammen aus dem Jahr 1413 und beziehen sich auf Geschenke des Zeta-Herrschers Balša III. Folglich unterstreichen diese frühen Berichte seine langjährige Bedeutung in der Region.
Die Hauptklosterkirche Sveti Nikola (St. Nikolaus) stammt aus dem 15. Jahrhundert, wie in einer Pergamenturkunde bezeugt. Auf ihren Überresten wurde im 19. Jahrhundert ein größeres Gebäude errichtet, das Fresken aus der alten Kirche enthält. Das zweite Klostergebäude befindet sich auf einem Hügel, ist der Sveta Trojica (Heiligen Dreifaltigkeit) gewidmet und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Seine größten künstlerischen Werte sind die vom zoographischen Maler Radul gemalten Fresken und der vergoldete Ikonostas von Dimitrije Dasjak aus dem 17. Jahrhundert. Darüber hinaus zeigt diese Mischung architektonischer Stile die Entwicklung des Klosters über die Jahrhunderte.
Kulturelle Bedeutung und Merkmale
Zum Kloster gehören Schlafquartiere und eine ehemalige Schule, in der Mönche aus Pastrovici Kindern Lesen und Schreiben beibrachten. Die Kirche wurde beim Erdbeben von 1979 erheblich beschädigt, aber restauriert, und viele Relikte, Ikonen, alte Manuskripte und andere Dokumente werden dort aufbewahrt. Außerdem finden Sie in diesem Kloster ein handgeschriebenes Evangelium in silbernen Einbänden, das, wie die Legende sagt, Bischof Danilo den Menschen aus Pastrovici schenkte. Tatsächlich unterstreichen diese Artefakte die Rolle des Klosters Praskvica als kulturelles und pädagogisches Zentrum.
Für Besucher könnte auch ein großer Steintisch interessant sein, an dem das Große Pastrovici-Gericht namens „Bankada“ Sitzungen abhielt. Dieses Merkmal trägt zur historischen Atmosphäre bei und macht das Kloster Praskvica zu einem faszinierenden Ziel für diejenigen, die Montenegros Vergangenheit erkunden.

