Kirche des Heiligen Lukas
Die Kirche des Heiligen Lukas in Kotor, Montenegro, vereint einzigartig römische und byzantinische Architektur, überstand das Erdbeben von 1979 unbeschadet, wobei Fragmente der ursprünglichen Fresken noch sichtbar sind.
Architektonische und historische Bedeutung
Die Kirche des Heiligen Lukas in Kotor, gelegen auf der Piazza Greca, zeigt Merkmale sowohl römischer als auch byzantinischer Architektur. Diese Kirche ist das einzige Gebäude in der Stadt, das während des Erdbebens von 1979 keine nennenswerten Schäden erlitt. Darüber hinaus wurde sie unmittelbar nach dem Bau bemalt, wobei heute nur noch Fragmente an der Südwand erhalten sind.
Daskal Dimitrij, der Gründer der Boka Kotorska Malschule Rafailovic, schuf den Ikonostas im 17. Jahrhundert. Tatsächlich diente diese Kirche ursprünglich bis Mitte des 17. Jahrhunderts als katholische Schule. Infolge von Kriegen und der Ankunft orthodoxer Menschen in Kotor wurde sie orthodoxen Gläubigen übergeben und stellt ein Zeugnis für das harmonische Zusammenleben katholischer und orthodoxer Gemeinschaften dar.
Einzigartige Merkmale und kulturelles Erbe
Die Kirche des Heiligen Lukas ist heute bedeutsam, weil sie zwei Altäre hat: einen katholischen und einen orthodoxen. Der Boden bestand aus Grabplatten auf verbundenen Gräbern von Kotorer Bürgern, da bis in die 1930er Jahre Beerdigungen in der Kirche selbst stattfanden.

